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Produktiv unproduktiv – how to handle rainy days

Einen schönen guten Abend meine Lieben!

Ich fange mal ganz pessimistisch an: der Tag heute war echt unproduktiv und trostlos. Erstens habe ich die Uni geschwänzt, weil es mir nicht so gut ging und dann bin ich einfach zwei Stunden planlos durch die Wohnung gelaufen und habe vor mich hin gesungen. Von einem Zimmer ins nächste getigert, am Schreibtisch gesessen, um produktiv zu sein und dann festzustellen, dass nichts Sinnvolles dabei rum kommt. Fünf Minuten habe ich nach Weihnachtsgeschenken geschaut, drei Minuten was für die Uni gemacht, kurz Gitarre gespielt und immer wieder gemerkt, dass ich so unmotiviert bin wie damals, als ich die ersten beiden Stunden Mathe im Unterricht hatte. Damals war ich wenigstens anwesend – also körperlich. Am Tiefpunkt meines Tages lag ich einfach auf meinem Fußboden und habe mir die Decke angeschaut. Zu unmotiviert, um mich zu bewegen. So stellt man sich seinen „freien Tag“ vor. Eigentlich hatte ich mir gestern eine To-do-Liste angefertigt aber an Tagen wie diesen, die grau und kalt und hässlich sind, bringt auch die ausgefeilteste To-do-Liste nichts.

Es ist ja nicht so, dass ich es nicht versucht hätte aber egal was ich angepackt habe, es wollte nicht gelingen. Nach einer Weile die Decke anstarren und den Tag verfluchen, hörte ich eine Tür knallen und stellte erschrocken fest, dass meine Mitbewohnerin unerwarteterweise die ganze Zeit über Zuhause war. Tja, ziemlich peinlich, wenn man „I will always love you“ in allen erdenklich schrägen Tönen von sich gegeben hat.

How to handle rainy days

Wenn ich es mir recht überlege, war mir nicht peinlich, dass ich die Töne versammelt hatte. Ich war wütend, dass ich wie ein kleiner Hänger den ganzen Tag zu Hause verbracht habe, obwohl ich am Tag zuvor noch so viele Pläne geschmiedet hatte. Nicht peinlich, weil es jemand mitbekommen könnte, sondern verärgert über mich selbst. Also bin ich in mein Kleid geschlüpft, habe meine 70er Playlist angeschaltet und dann zum nächsten Café gestapft.

Ich liebe es alleine in Cafés zu sitzen und Dinge zu erledigen, zu schreiben oder was sonst noch auf dem Plan steht. Von hier habe ich das Gefühl so Manches aus einer anderen Perspektive betrachten zu können und mich besser auf kreative Projekte einzulassen. Während meines Auslandsjahres saß ich täglich in verschiedenen Cafés und las die Harry Potter Bücher rauf und runter. Dabei gewöhnt man sich an merkwürdige Blicke, beziehungsweise wendet das Gefühl ab, jemand könnte merkwürdig schauen.
Natürlich gibt es Tage, die zum Scheitern verurteilt scheinen, aber vielleicht sollte man genau diese Tage nutzen, um das zu tun worauf man gerade Bock hat. Leider hat sich das heute bei mir etwas verzögert, doch durch ein Ausschlussverfahren konnte ich herausfinden, was wohl heute nicht so mein Ding sein wird und auf diesem Umweg wiederum, für welche Tätigkeit dieser Tag bestimmt war. Gut, sagen wir nicht, dass der Tag zu 100% produktiv war, aber wie soll das auch funktionieren? 365 Tage im Jahr voller Tatendrang alle Hürden überwinden, die das Leben zu bieten hat? Ziemlich märchenhaft und doch sehr unrealistisch. Viel cooler ist es doch, Tage wie diese nicht als Feind zu betrachten, sondern etwas über sich selbst herausfinden. Warum bin ich heute so motiviert und was kann ich anders oder besser gestalten, um die Motivation wiederzufinden?

Bei mir hilft oft der besagte Locationwechel und gute Musik. Ich sitze also nun im Café, höre „Classic Road Trip Songs“ und merke, dass alles was ich in den letzten Stunden versucht habe aber nicht gelingen wollte nun mit einer ganz anderen Leichtigkeit gelingt. Doch warum ist das so?
Weil ich mich nicht dazu zwinge, sondern darauf einlasse. Mit kleinen Tricks, die mein Gehirn überlisten.
Ich bin froh, dass ich mich von meiner Zimmerdecke habe abwenden können. Wäre der Tag anders verlaufen, hätte ich vermutlich tatsächlich ein schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber gehabt. Ich würde den Tag unausgeglichen und genervt beenden. Zwar konnten nicht alle Punkte von meiner Liste entfernt werden aber das ist okay. An kalten, trostlosen und demotivierenden Tagen zählen die kleinen Erfolge.

Mein heutiges Kleid passt irgendwie, um etwas Farbe in den dunklen Tag zu bringen.

Ich bestelle mir jetzt einen Kakao mit Sahne. Einen schönen Abend noch!

 

4 Kommentare

  • Elli

    Oh wie ich solche Tage hasse, je mehr man sich vornimmt, desto weniger schafft man:D aber muss auch mal sein! Und außerdem hast du genug gemacht: Super Beitrag Maus ❤️

  • Gabriel

    Ich wollte mir ja eigentlich nur Mal kurz den Blog einer alten Stufenkameradin anschauen und erwische mich irgendwann dabei wie ich nicht mehr aufhören kann zu lesen.
    Dein Lebensstil gefällt mir und es freut mich das du anscheinend immer noch so bekloppt bist wie damals, als wir dezent alkoholisiert durch Prag gelaufen sind ?
    Ich teile deine Art und Weise wie du Dinge betrachtest, nur hätte ich die niemals so gut in Worte fassen können.

    • Celine Renee

      Oh, danke für die lieben Worte!
      Freut mich, dass er Dir gefällt 🙂
      Ich denke das wird sich in den nächsten Jahren auch noch nicht ändern 😀

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