#About Me

A chaotic closet – das Chaos in mir

Hola Freunde!

Neue Farben, neues Glück. Und wenn die Sonne sich versteckt, bringe ich die Sonne eben mit.
Ich glaube es ist lange her, dass ich so oft auf der Straße angeschaut und mit Blicken gescannt wurde. Vielleicht sieht man das nicht ganz so gut, doch der gelbe Pullover ist ziemlich schrill und im Kontrast zu den Farben des heutigen Himmels auch sehr auffällig.

Nicht kompatibel

Als ich noch etwas jünger war, fiel es mir erstaunlicherweise viel leichter mit schrillen Farben und Mustern zu spielen. Möglicherweise, weil ich mir um colourmatching keine Gedanken gemacht habe und einfach die Farben, die nebeneinander im Wassermalkasten waren auch klamottentechnisch für stimmig hielt.
Heutzutage versuche ich meine Kleiderstange nach Farben zu sortieren. Daran sieht man mal wieder, dass  der Drang alles zu ordnen und visuell stimmig zu gestalten mit dem Alter immer größer wird. Alles hat seinen Platz und jede Farbe eine Komplementärfarbe. Für jedes Kleid gibt es den passenden Bügel und für jeden Schuh die passenden Socken. Die Shirts werden nach Farben übereinander gefaltet und Blusen gehören eben zu den Blusen und nicht zu den Kleidern. Dieses System ist für alle gut und schön aber nicht mit mir kompatibel.
Wenn ich in die Schränke meiner Freundinnen schaue, bin ich ziemlich baff und ehrlich gesagt ist das andersherum genauso. Ich staune, weil alles akkurat geordnet ist und die fragen sich, weshalb sich meine Hosen im Badezimmer befinden. Ich bin davon überzeugt, dass dieses System Sinn ergibt aber eben nur für mich und nicht für alle anderen. 
So sehr ich mich auch bemühe einen pinterestähnlichen Kleiderschrank mit sortierten Farben zu gestalten, es gelingt mir einfach nicht. Im Vergleich sieht mein kleines Ankleidezimmerkabuff ziemlich amateurhaft aus und für jeden anderen auch nicht sonderlich ordentlich. Hosen im Badezimmer, Jacken im Keller und Schuhe neben meinem Bett, weil sie dort so schön aussehen. Das einzige Problem bei der Sache ist, dass ich unter Zeitdruck wie von der Tarantel gestochen durch die Bude laufe, um alles zusammenzusuchen. Dabei kann es durchaus auch mal passieren, dass ich einen kleinen Wutanfall bekomme und mit mir selber spreche. Kein Grund zur Sorge, solange in diesen Momenten niemand neben mir steht.

Systematisches Chaos

Wie schön wäre es, wenn ich es schaffen würde alles so schön ordentlich gestalten zu können, wie die meisten Frauen. Wahrscheinlich fehlt mir dafür einfach ein Gen oder eine Hirnzelle oder vielleicht habe ich auch ein paar zu viel, die dafür sorgen, dass ich mich nicht entscheiden kann was wohin gehört, weil es so viele Möglichkeiten gibt und am Ende endet alles so, wie es war – im systematischen Chaos.
Aber das Lustige ist: wenn ich mich dann nach längerer Zeit wieder mit alten Freunden treffe, wundert sich keiner mehr über meine Macken. Ich glaube, dass ich sogar einen riesigen Zylinder tragen könnte, ohne dass ein Kommentar darüber fallen würde. Irgendwann habe ich es aufgegeben meine Sachen zwanghaft zu sortieren oder mich zu fragen, weshalb mir ein Gen fehlt, das dafür sorgt so strukturiert zu denken wie andere oder weshalb ich glaube, dass etwas passt und andere eben nicht.
Aus einer anderen Perspektive gesehen habe ich das Chaos nicht aufgeräumt, sondern mich darin zurechtgefunden um es zu beherrschen. Das Chaos bestimmt mich, ich bestimme das Chaos und meine Freunde würden mich wohl ohne nicht mehr wieder erkennen.

 

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